# Ordner verdienen mehr als ZIP

Source: https://help.strongfolder.com/de/blog/folders-deserve-better-than-zip/
Updated: 2026-11-05

> Wir finden, Sie sollten Ordner nicht mehr zippen, nur um sie zu teilen. Einen großen Ordner zu packen kostet Zeit und doppelten Speicherplatz, Mediendateien werden kaum kleiner, und riesige Archive gehen kaputt oder verstümmeln lange Pfade. StrongFolder sendet einen Ordner als Ordner, von Browser zu Browser – der Empfänger erhält dieselben Unterordner und Dateinamen.

Rechtsklick, „Komprimieren“, warten, anhängen, senden. Dann lädt der Empfänger herunter,
Rechtsklick, „Entpacken“, wartet wieder. Die meisten von uns machen das, ohne nachzudenken – so
werden Ordner seit Jahrzehnten verschickt. Ich finde, es ist Zeit, Ordner nicht mehr zu zippen,
nur um sie zu teilen. Das ZIP-Format stammt aus dem Jahr 1989, als es darum ging, Dokumente auf
Disketten und durch langsame Modems zu quetschen. Unsere Ordner sind heute Videoprojekte,
Fotoshootings und Code-Repositorys – und die alte Gewohnheit kostet mehr, als sie spart.

## Warum zippen wir Ordner überhaupt?

Weil die meisten Kanäle zum Teilen einzelne Dateien transportieren. Ein E-Mail-Anhang ist eine
Datei. Ein Upload im Chat ist eine Datei. Ein klassischer Download-Link zeigt auf eine Datei.
Ein Ordner ist ein Baum aus Dateien, also muss er in eine Datei gepackt werden, bevor er durch
diese Leitungen passt.

Die Komprimierung war der zweite Grund, und 1989 spielte sie eine Rolle: Texte und Tabellen
schrumpfen stark. Doch dieser Grund ist für die meisten Ordner, die Menschen heute versenden,
still und leise verschwunden.

## Was kostet Sie das Zippen tatsächlich?

Nehmen wir ein echtes Beispiel: ein 40-GB-Ordner von einer Hochzeitsreportage – RAW-Fotos,
einige MP4-Clips, ein paar bearbeitete JPEGs.

- **Speicherplatz, doppelt.** Sie brauchen etwa 40 GB freien Platz für das Archiv neben dem
  Original. Der Empfänger braucht 40 GB für das ZIP und weitere 40 GB zum Entpacken – 80 GB für
  einen 40-GB-Ordner, zumindest bis er das Archiv löscht.
- **Zeit, dreifach.** Sie warten, während gepackt wird, dann während übertragen wird, und
  danach wartet der Empfänger, während entpackt wird. Auf einem Laptop kann das Packen und
  Entpacken von Dutzenden Gigabyte so lange dauern wie die Übertragung selbst.
- **Fast keine Komprimierung.** JPEG, MP4, MOV und die meisten RAW-Formate sind bereits
  komprimiert. Zippen ändert ihre Größe kaum. Sie zahlen mit Zeit und Speicherplatz und
  bekommen so gut wie nichts zurück.
- **Nichts ist vor dem Ende nutzbar.** Bei einem großen Archiv kann der Empfänger das erste
  Foto erst öffnen, wenn das letzte Byte angekommen und alles entpackt ist.

## Was geht in einem ZIP kaputt?

Die Kosten sind das eine. Es geht auch einiges schief – und zwar meist im ungünstigsten Moment.

**Lange Pfade.** Windows begrenzt die Gesamtlänge eines Dateipfads standardmäßig auf
260 Zeichen. Ein Projektordner, der auf einem Mac mit tiefen Unterordnern und sprechenden Namen
angelegt wurde, lässt sich unter Windows womöglich nur mit Fehlern oder fehlenden Dateien
entpacken.

**Riesige Archive.** Das ursprüngliche ZIP-Format endet bei 4 GB pro Datei und 65.535 Einträgen.
Die Erweiterung ZIP64 hebt diese Grenzen auf, doch nicht jedes Programm auf jedem Rechner
behandelt sie gleich. Manche Cloud-Speicher teilen den Download eines großen Ordners in mehrere
ZIP-Dateien auf, die der Empfänger dann wieder zusammensetzen muss.

**Dateinamen.** Archive, die mit einem Programm erstellt und mit einem anderen geöffnet werden,
können nicht-lateinische Dateinamen verstümmeln – Kyrillisch, Griechisch, Chinesisch, Umlaute
und Akzente. Die Struktur kommt an, die Namen nicht.

**Datenmüll.** Archive aus dem macOS-Finder enthalten `__MACOSX`-Ordner und `.DS_Store`-Dateien,
die Windows-Nutzer verwirren und im Projekt des Empfängers landen.

**Ein Fehler, und alles von vorn.** Bricht ein 40-GB-Download bei 95 % ab, ist das Archiv
nutzlos. Ist ein einziges Byte beschädigt, kann das Entpacken mittendrin stoppen.

Nichts davon ist exotisch. Wenn Sie schon einmal einen Ordner mit mehr als ein paar Gigabyte
versendet haben, ist Ihnen vermutlich mindestens eines dieser Probleme begegnet.

## Wie sendet StrongFolder einen Ordner als Ordner?

Wir haben StrongFolder auf einer einfachen Idee aufgebaut: Wenn die Dateien direkt von Ihrem
Browser in den des Empfängers gehen, gibt es keinen Grund, sie vorher in eine Datei zu packen.

Wenn Sie einen Ordner wählen, liest Ihr Browser seinen Verzeichnisbaum – jeden Unterordner und
jeden Dateinamen. Hochgeladen wird nichts. Sie senden den Link; der Empfänger öffnet ihn und
wählt, wo gespeichert werden soll. Dann wandern die Dateien über eine verschlüsselte
WebRTC-Verbindung direkt zwischen den beiden Browsern, jede mit ihrem relativen Pfad, und auf der
Festplatte des Empfängers entsteht derselbe Ordnerbaum.

Was das in der Praxis ändert:

- **Kein Packen, kein Entpacken.** Die Übertragung beginnt, sobald der Empfänger den Link
  öffnet.
- **Kein zusätzlicher Speicherplatz.** Der Empfänger braucht Platz für den Ordner, nicht für
  Ordner plus Archiv.
- **Dateien kommen nacheinander an.** Die ersten Fotos liegen schon auf der Festplatte des
  Empfängers, während der Rest noch unterwegs ist.
- **Pfade werden ehrlich behandelt.** Ist ein Pfad für Windows zu lang, kürzen wir den Namen und
  legen eine Textdatei bei, die jede umbenannte Datei auflistet. Nichts verschwindet
  stillschweigend.
- **Kein Größenlimit von uns.** StrongFolder setzt keine Größenbegrenzung. Praktische Grenzen sind der freie Speicherplatz auf dem Gerät des Empfängers, die Verbindungsgeschwindigkeit und wie lange beide Geräte online bleiben.

Zwei Bedingungen erwähne ich immer. Um einen ganzen Ordner mit seiner Struktur zu speichern,
braucht der Empfänger Chrome, Edge, Opera oder einen anderen Chromium-Browser auf einem
Computer – andere Browser laden die Dateien einzeln oder als ZIP herunter. Und Ihr Tab muss
geöffnet bleiben, bis der Empfänger fertig ist, denn die Dateien kommen von Ihrem Gerät, nicht
von einem Server. Das ist der Preis dafür, nichts hochzuladen.
[Warum der Absender online bleibt](https://help.strongfolder.com/en/guides/why-sender-stays-online/) erklärt das im Detail.

[Jetzt Dateien senden](https://strongfolder.com)
## Wann ist ein ZIP trotzdem das richtige Werkzeug?

Ich habe nichts gegen ZIP. Es ist ein hervorragendes Format – nur eben nicht als
Standardschritt vor jedem Versand. Ich zippe weiterhin, wenn:

- **ich archiviere.** Eine einzelne Datei lässt sich leichter ablegen, mit einer Prüfsumme
  versehen und über Jahre aufbewahren.
- **ich ein Passwort brauche.** StrongFolder-Links haben kein Passwort. Für sensible Dateien
  bietet ein verschlüsseltes Archiv (zum Beispiel 7-Zip mit AES-256) plus ein Passwort, das über
  einen anderen Kanal geschickt wird, eine zusätzliche Schutzschicht, die mit jeder
  Übertragungsmethode funktioniert.
- **der Ordner aus Zehntausenden winziger Dateien besteht.** Ein `node_modules`-Ordner oder ein
  Cache kleiner Bilder wird als eine Datei schneller übertragen, weil jede Datei ihren eigenen
  Overhead hat.
- **der Empfänger ein Smartphone nutzt.** Smartphones können aus dem Browser keinen Ordnerbaum
  speichern, die Dateien kommen also ohnehin einzeln oder als ZIP.

Für alles andere – das Shooting, den Schnitt, das CAD-Projekt, den Game-Mod, das gescannte
Archiv – senden Sie den Ordner so, wie er ist.

## Wie hören Sie dauerhaft auf, Ordner zu zippen?

Wenn Sie die Schritt-für-Schritt-Version möchten, mit E-Mail, Cloud-Speichern und
Transferdiensten im direkten Vergleich, lesen Sie
[Einen Ordner senden, ohne ihn zu zippen](https://help.strongfolder.com/en/guides/send-folder-without-zipping/). Für sehr große
Ordner behandelt [Große Dateien versenden](https://help.strongfolder.com/en/guides/send-large-files/) Tempo und Einrichtung, und
[Limits & Anforderungen](https://help.strongfolder.com/en/limits/) listet jedes Browser-Detail auf.

Und falls ein Ordner einmal beschädigt ankommt – falsche Namen, fehlende Unterordner, was auch
immer –, schreiben Sie mir an [info@strongfolder.com](mailto:info@strongfolder.com). Ordner sind der
Grund, warum es StrongFolder gibt, und ich möchte es wissen.

## FAQ

### Muss ich einen Ordner zippen, um ihn mit StrongFolder zu senden?

Nein. Wählen Sie einfach den Ordner selbst; StrongFolder liest seinen Verzeichnisbaum und sendet jede Datei mit ihrem Pfad. Ordner werden als Ordner gesendet: Unterordner und Dateinamen bleiben erhalten, nichts wird gezippt.

### Was braucht der Empfänger, um den ganzen Ordner wiederherzustellen?

Zum Speichern eines ganzen Ordners mit Struktur wird die File System Access API genutzt: Chrome, Edge, Opera und andere Chromium-Browser auf einem Computer. Andere Browser laden die Dateien einzeln oder als ZIP herunter.

### Ist Zippen manchmal doch die bessere Wahl?

Ja: zur Langzeitarchivierung, für ein verschlüsseltes Archiv mit Passwort oder bei einem Ordner mit Zehntausenden winziger Dateien, die in eine Datei gepackt schneller übertragen werden.
